Wer wir sind

Täglich betreuen wir rund 2’100 Asylsuchende und Vorläufig Aufgenommene

ABR ist ein politisch und konfessionell neutraler zweisprachiger Verein mit rund 120 Mitarbeitenden, welcher 2002 als Folgeorganisation des früheren Flüchtlingssekretariats der Stadt Biel gegründet wurde.
Inzwischen begleitet und unterstützt ABR täglich ca. 2’100 Asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen in sieben Kollektivunterkünften und in circa 350 Wohnungen der Gemeinden des Seelands, des Berner Juras und der Stadt Biel.

Es ist unser Anspruch, die Arbeit innerhalb der gesetzlichen Vorgaben und Möglichkeiten auf die individuellen Situationen unserer Klientel auszurichten. Gegenseitige Toleranz, ein respektvoller Umgang und die Gleichbehandlung aller KlientInnen gehören zu unserem Leitbild. Die Einführung in die hiesigen Rechte und Pflichten sowie die Vermittlung der Normen und Werte in der Schweiz sind wichtige Bestandteile unserer Arbeit.

Die individuellen Ressourcen unserer Klientel sollen erhalten und gefördert werden, um sie auf ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben in der Schweiz oder in ihrem Herkunftsland vorzubereiten.
Es ist uns ein Anliegen, die übertragenen Aufgaben verantwortungsvoll auszuführen. Dabei stehen wir im Spannungsfeld verschiedenster Erwartungen, seien es die unserer Klientel, des Auftraggebers oder der Öffentlichkeit. Oft ist es ein Balanceakt, allen vollumfänglich gerecht zu werden. Politische Entwicklungen in der Schweiz und im Ausland, Entscheidungen des Bundes und des Kantons sowie die Haltung der Gesellschaft unserem Wirkungsfeld gegenüber beeinflussen unsere Arbeit.

Amtliches Wappen Kanton Bern

Auftraggeber

Das Asylwesen in der Schweiz ist Sache des Bundes. Der Bund delegiert verschiedene Teilbereiche an die Kantone. Die Gemeinden sind für das Polizei- und Schulwesen zuständig. Unser Auftraggeber ist das Amt für Migration und Personenstand (MIP).

In der Schweiz gibt es fünf Empfangsstellen (Altstätten, Basel, Chiasso, Kreuzlingen, Vallorbe), wo asylsuchende Personen ihren Asylantrag einreichen können. Nach Vorgaben des Staatssekretariats für Migration (SEM) ist jeder Kanton dazu verpflichtet, proportional zur Wohnbevölkerung des Kantons einen festgelegten prozentualen Anteil von Asylsuchenden aufzunehmen – im Kanton Bern entspricht dies 13.5%. Für die Durchführung und Umsetzung dieser Regelung erhält das Amt für Migration und Personenstand (MIP), welches der kantonalen Polizei- und Militärdirektion (POM) angehört, vom Bund entsprechende finanzielle Ressourcen. Der Migrationsdienst des Kantons Bern (MIDI) und das MIP delegieren die Aufgaben mittels Leistungsverträgen an professionelle Partnerorganisationen im Asylbereich (PA). Solche Leistungsverträge bestehen zwischen dem MIP und ABR. Diese regeln die finanzielle Unterstützung, die Unterbringung und die Begleitung der Asylsuchenden und vorläufig aufgenommenen Personen.

Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF)
  • Vorläufig Aufgenommene haben Zugang zu kantonalen Integrationsmassnahmen
  • Wir übertragen Vorläufig Aufgenommene, die länger als 7 Jahre in der Schweiz leben, an die regionalen Sozialdienste
  • Personen, die in der Schweiz Asyl erhalten, werden im Kanton Bern an die Hilfswerke SRK oder Caritas übertragen
Volkshochschule Region Biel-Lyss (VHS)
  • der VHS wurde durch ABR das Mandat zur Organisation und Durchführung von Sprachkursen in deutscher und französischer Sprache für Asylsuchende erteilt
  • die Kurse entsprechen dem europäischen Sprachenportfolio und beinhalten Alphabetisierung und Niveau A1 (sowie weiterführende Kurse ab Niveau A2 in Einzelfällen)
Kirchliche Kontaktstelle für Flüchtlingsfragen (KKF)
  • Rückkehrberatung für Personen des Asylbereichs
  • Weiterbildungsangebote, Fachinformationen und Fachaustausch für ABR-Mitarbeitende
Berner Rechtsberatungsstelle
  • Rechtsauskünfte und Rechtsvertretung für Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene (F-Ausweis)
  • Rechtsauskünfte für ABR-Mitarbeitende
RAV/BECO
  • ABR vermittelt geeignete vorläufig aufgenommene Personen, um sie arbeitsmarktlichen Integrationsmassnahmen zuzuführen

Schnittstellen im Asylbereich

Die Komplexität des Asylbereichs erfordert die Zusammenarbeit mit Institutionen, Organisationen und Behörden aus allen Teilbereichen des öffentlichen Lebens.
Rechts finden
Sie eine Auflistung der wichtigsten Leistungsträger, mit denen wir zusammenarbeiten. Klicken Sie auf dem Namen des Leistungsträgers um mehr zu erfahren.

Zudem stehen wir in stetem Austausch mit Gemeinden, Behörden, Schulen und der Polizei sowie mit Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich und juristischen Diensten.